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Botox gegen übermässiges Schwitzen

Avatar of Felix Bertram Von Felix Bertram, 22. Juli 2016

Übermässiger Achselschweiss, die Hände so feucht, dass jedes Händeschütteln zur Qual wird, die Füsse klatschnass: Hyperhidrose kann zu einer grossen Belastung werden und im schlimmsten Fall zu sozialem Rückzug führen. Die gute Nachricht: Wir können es relativ einfach behandeln!

Sommerzeit die schönste Zeit des Jahres, aber nicht für Sie, Weil Sie unter der ständigen Befürchtung leiden, Ihre Sommerkleider, Blusen oder Shirts könnten durch extreme Schweissflecken verunstaltet werden? Weil Sie immer wieder von massiven Schweissattacken heimgesucht werden und dadurch stark verunsichert sind?
Möglicherweise leiden Sie unter übermässigem Schwitzen, der sogenannten Hyperhidrose. Damit sind Sie keineswegs alleine, denn rund 2 Prozent der Schweizer Bevölkerung sind von Hyperhidrose betroffen.

Was ist Hyperhidrose?

Wie kommt es eigentlich dazu, dass Schweissdrüsen hyperaktiv sind und übermässig viel Schweiss bilden? Die Erklärung ist recht simpel: Die eigentliche Funktion des Schwitzens ist wichtig und gesund, denn es dient als Befeuchtungs- und Kühlungssystem des Körpers, reguliert also den Wärmehaushalt des und schützt vor Überhitzung. Bei der Hyperhidrose liegt jedoch eine Fehlregulation bzw. Überstimulierung eines Bereiches des vegetativen Nervensystems vor. Wissenschaftlich spricht man dann von einer Hyperhidrose, wenn in einer Achselhöhle innerhalb von fünf Minuten mindestens 100 mg Schweiss messbar sind. Dabei kann sich übermässiges Schwitzen ganz unterschiedlich bemerkbar machen: Wenn Sie nur an einer Körperstelle besonders stark schwitzen, etwa an den Handflächen, Fusssohlen oder unter den Achseln, dann sprechen wir von „lokalisierter Hyperhidrose“. Schwitzen Sie hingegen am ganzen Körper sehr stark, wird diese Form als „generalisierte Hyperhidrose“ bezeichnet. Diese Form der Hyperhidrose kann auch durch Krankheiten oder Medikamente hervorgerufen werden und wird dann als „sekundäre Hyperhidrose“ bezeichnet. Hier muss die eigentlich zugrundeliegende Krankheit behandelt werden. 

Am Anfang steht die Diagnose

Wenn Sie stark schwitzen, obwohl keine hohen Aussentemperaturen herrschen und Sie sich körperlich nicht angestrengt haben, liegt der Verdacht auf Hyperhidrose nahe. Erste Symptome einer primären Hyperhidrose zeigen sich meist bereits im Kindes- und Jugendalter und treten ausschliesslich tagsüber auf. Gibt es in Ihrer Familie bereits Fälle von Hyperhidrose ist es sehr gut möglich, dass auch Sie daran leiden.
Auch ganz typisch: Sie schwitzen immer wieder an den gleichen Stellen - und zwar auf beiden Körperseiten gleichzeitig. Hier sollten Sie vielleicht mal ein Gesprächstermin mit unseren Experten vereinbaren

Starker Leidensdruck bei Hyperhidrose

Hyperhidrose geht für die Betroffenen häufig mit einem grossen Leidensdruck einher, denn bei übermässigem Schwitzen versagen in der Regel auch die besten Deodorants. Die ständige Unsicherheit, ob sich auf der Kleidung Schweissflecken gebildet haben und die Angst vor dem nächsten Schweissausbruch nagen am Selbstbewusstsein und können sich im schlimmsten Fall negativ auf das berufliche und private Leben auswirken. Und zudem einen ärgerlichen Kreislauf auslösen. Denn gerade bei Schweisshänden ist häufig Nervösität die Ursache. Sie schwitzen stark an den Händen, schämen sich Fremden die Hand zu geben und schwitzen dann vor lauter Stress noch mehr. Studien zeigen deshalb auch: Hyperhidrose-Patienten leiden sogar stärker als Neurodermitis- oder Schuppenflechte-Patienten.

Dem Leiden ein Ende setzen!

Tatsächlich gibt es aber eine einfache und schnelle Methode, den übermässigen Schweissfluss zu stoppen. Gegen übermässige Schweissbildung in den Achselhöhlen gilt die Injektion von Botulinumtoxin – kurz Botox - als Mittel der Wahl. Etwa sieben Monate lang haben Sie dann Ruhe, weil Botox die Schweissproduktion hemmt. Unsere Patientinnen und Patienten sind damit sehr glücklich. Die Behandlung (interner Link auf entsprechende Behandlung) ist einfach und dauert nur etwa zehn Minuten. Ausser ein paar leichten Stichen spürt man nichts und bereits nach rund einer Woche stellt sich eine spürbare Besserung ein. Botox ist zudem als Mittel gegen Schweiss mittlerweile gut erforscht und völlig ungefährlich, da nur sehr geringe Dosen verwendet werden. Auch gegen Hand- und Fussschweiss kann Botox eingesetzt werden, allerdings ist hier die Behandlung etwas aufwändiger.

Da starkes Schwitzen häufig auch mit Nervosität einhergeht, rate ich Ihnen es auch einmal mit Entspannungsmethoden wie autogenem Training zu probieren. Damit lassen sich häufig bereits schöne Erfolge erzielen.
Wer extremen Achselschweiss dauerhaft mindern möchte, für den gibt es bei uns ebenfalls die passende Lösung: Mittels einer Curettage können wir die Schweissdrüsen schonend minimal-invasiv entfernen bzw. ähnlich wie bei einer Fettabsaugung einfach absaugen. Wenn Sie weitere Fragen zum Thema haben, kontaktieren Sie uns gern!

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