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Fettabsaugung keine Alternative zu Diät

Avatar of Felix Bertram Von Felix Bertram, 17. Oktober 2016

Es gibt Problemzonen, die so hartnäckig sind, dass sie sich sogar sprachlich ausgebreitet haben: Love-Handles, Rettungsringe, Prinzenrollen, Reiterhosen... Die überflüssigen Fettpolster an Bauch, Hüften oder Oberschenkeln klammern sich regelrecht fest, reagieren weder auf gezielte Ernährung noch auf Sport. Die Erklärung dafür macht die lästigen Polster zwar nicht sympathischer, hilft aber zu verstehen, warum sie da sind, wo sie sind: Die individuelle Verteilung der Fettzellen ist genetisch programmiert. Die Ernährungsgewohnheiten zwischen dem 4. und 11. Lebensjahr entscheiden dann, ob zu den anlagebedingten noch zusätzliche Fettzellen gebildet werden, die später zum Problem werden können.

Diäten und Sport lassen die Problemzonen kalt

Nach der Pubertät verändert sich die Zahl der Fettzellen kaum noch. Wenn der Körper dann ständig mehr Input bekommt, als er verarbeiten kann, gehen einige Fettzellen in einen passiven Modus über. Sie speichern und speichern, halten das Fett fest und springen erst dann träge auf eine Diät oder ein kalorienverzehrendes Workout an, wenn die aktiven Fettzellen vollständig geleert sind. Dazu kommt: Egal wie kalorienbewusst Sie sich ernähren oder wie hart Sie trainieren – die Anzahl der Fettzellen bleibt immer gleich. Und sobald eine Diät oder das Fitnessprogramm gelockert wird, füllen sich die Polster der Problemzonen wieder auf.

Fettabsaugung – die Lösung für alle Fälle?

Eine Liposuktion kann die Anzahl der Fettzellen gezielt und dauerhaft reduzieren. Danach sind die Problemzonen kein Problem mehr. Trotzdem: Die Fettabsaugung ist keine Alternative zum Abnehmen. Wir führen sie ausschliesslich zur Entfernung lokaler Fettpolster bei normalgewichtigen Patienten durch. Warum? Die Menge an Fett, die wir bei einer Liposuktion absaugen können, ist auf vier bis fünf Liter begrenzt. Vor allem aber sind die Risiken des Eingriffs bei Übergewichtigen viel höher als bei schlanken Menschen: Thrombosen und Embolien, Wundheilungsstörungen und Entzündungen können die Folge sein.

Mit Feingefühl und Erfahrung zu einer harmonischen Silhouette

Bestens geeignet für eine Liposuktion sind die Oberschenkelaussenseiten (Reiterhosen), die Oberschenkelinnenseiten sowie Bauch und Hüfte. Aber auch kleinere Areale an den Fesseln, an den Knien, am Rücken (die so genannten Tannenbäume), an den Oberarmen oder am Kinn lassen sich hervorragend per Fettabsaugung entfernen. Mit viel Feingefühl und Erfahrung bringen die skinmed-Experten den Körper in Form. Die Vibrationstechnik in Kombination mit der Tumeszenz-Technik in Lokalanästhesie, die zur Fettabsaugung eingesetzt wird, ist besonders gewebeschonend und gilt in Expertenkreisen als eine der sichersten Methoden.

Die Operation: Sicher und gewebeschonend

Vor dem Eingriff markiert der skinmed-Facharzt die zu entfernenden Fettdepots sowie mögliche Unregelmässigkeiten und injiziert eine grössere Menge Tumeszenz-Flüssigkeit mit einem zuverlässig wirkenden Lokalanästhetikum. Durch die Flüssigkeit quellen die Fettzellen auf und lassen sich leichter entfernen. Das Absaugen erfolgt über kleinste Hautschnitte, die keine Narben hinterlassen und mit der Zeit verblassen. Eine besonders feine, vibrierende Kanüle mit asymmetrisch angeordneten Löchern sorgt für ein noch schöneres Ergebnis ohne Dellen und Unregelmässigkeiten und kann – in einigen Fällen – sogar Cellulite reduzieren. Bindegewebsstränge, Nerven und Blutgefässe bleiben durch die schonende Vibrations-Technologie intakt. Sehr selten treten nach einer Fettabsaugung Infektionen oder so genannte Serome auf. Das sind kleine Hohlräume, in denen sich Lymphflüssigkeit ansammelt. Sie können aber relativ leicht wieder abgesaugt werden.

Nach der Fettabsaugung: Das sollten Sie beachten

Für ein perfektes kosmetisches Ergebnis spielt beim Fettabsaugen die richtige Nachsorge eine wesentliche Rolle. Der Heilungsprozess ist abhängig von der entfernten Fett-Menge: Der nach der Operation angepasste Kompressionsmieder muss sechs Wochen lang Tag und Nacht getragen werden. Ab der ersten Kontrolluntersuchung am 4. oder 5. Tag können Sie wieder duschen (kurz und lauwarm). Leichte Schmerzen sollten innerhalb weniger Tage deutlich nachlassen, Blutergüsse und Schwellungen abklingen. Falls die Schmerzen oder Schwellungen sich verschlimmern sollten, wenden Sie sich bitte umgehend an Ihren skinmed-Facharzt in Aarau. Schwimmen, Walken und leichtes Bauchmuskeltraining sind ab der 3. Woche möglich. Grössere Anstrengungen sollten Sie in den ersten sechs Wochen meiden. Nach drei bis sechs Monaten wird die endgültige Silhouette sichtbar.

Es stimmt: Die abgesaugten Fettzellen sind dauerhaft passé. Ein Freibrief für den ungehemmten Griff in die Chipstüte ist eine Liposuktion trotzdem nicht. Wer täglich mehr Kalorien zu sich nimmt als er verbrennt, nimmt zu. Wenn die Speicherzellen am Bauch fehlen, sucht sich der Körper einfach einen neuen Platz. Mit regelmässigem Sport und gesunder Ernährung kann das Ergebnis einer Fettabsaugung allerdings ein Leben lang halten.

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