BUNTE vom 25.06.2020

BUNTE Interview skinmed Felix Bertram Hautpflege

 

 

Artikelauszug, ©Yvonne Walbrun, Bunte

Homeoffice, keine Termine, wenig Make-up. Während des Corona-Lockdowns hatte unsere Haut Zeit, zur Ruhe zu kommen. BUNTE fragte Experten, weshalb das manchmal gut ist.

Alltat bedeutet meist: Hektik hautnah. Büroluft, Klimaanlagen, man hetzt von einem Termin zum anderen, trinkt zu wenig, zwischendrin wird schnell schnell das Make-up aufgefrischt. Am Abend ist man dann oft zu müde für eine gründliche Reinigung. Doch in den letzten Wochen war alles anders. Im Homeoffice verzichteten viele auf Make-up und stellten Erstaunliches fest: Die Haut dankte die kleine Pause mit einem Strahlen. BUNTE wollte von dem Schweizer Dermatologen und skinmed-Gründer, Dr. Felix Bertram, und der Hamburger Dermatologin Dr. Susanne Steinkraus wissen, ob man Haut tatsächlich überpflegen kann, wann eine Make-up-Pause sinnvoll ist und was die richtigen Produkte bewirken können.

Dr. Felix Bertram: «Gerade Frauen, die ihre Pflegeroutine reduziert und gelegentlich auf Make- up verzichtet haben, sind jetzt ganz happy mit ihrem Teint. Die Entschleunigung hat auch unserer Haut gutgetan. Und das liegt nicht nur am Verzicht auf Make-up, sondern auch an der zurückgegangenen Umweltbelastung und weniger Stress. Ab und an eine Nulldiät für die Haut – idealerweise über vier bis sechs Wochen – macht Sinn, denn irritierte und chronisch gereizte Haut kann davon durchaus profitieren. Auch wenn die meisten modernen Produkte sehr gut auf die individuellen Hautbedürfnisse abgestimmt sind. Weniger ist in der Hautpflege manchmal mehr. Als Faustregel gilt: Eine Reinigung, ein Antioxidans als Serum und eine Feuchtigkeitspflege mit Hyaluronsäure sind klare Basics. Vielleicht eine Augenpflege on top. Alles darüber hinaus sollte als Daueranwendung hinterfragt werden, es sei denn, man hat spezielle Probleme mit der Haut.»