Der Trend zu sanfteren Methoden ist in der Schönheitschirurgie schon länger zu beobachten. Auch bei Brustvergrösserungen ist Natürlichkeit das neue Mass der Dinge und in der skinmed Klinik gefragter denn je: Immer mehr Frauen interessieren sich für Alternativen zu Brustimplantaten – aber was ist ohne Silikon überhaupt möglich?

 

Brustvergrösserung ohne OP?

Wenn Sie sich schon einmal informiert haben, ob eine Brustvergrösserung auch ohne OP möglich ist, sind Sie mit grosser Wahrscheinlichkeit auf Produkte gestossen, die Ihnen zu einem grösseren Busen verhelfen sollen. Gewisse Präparate sollen den Muskelaufbau fördern oder die Haut straffen, andere sollen es ermöglichen, Fettpolster an den richtigen Stellen aufzubauen.

Wir empfehlen Ihnen, diese Angebote generell kritisch zu betrachten: Es gibt zu den meisten Produkten weder genügend Studienergebnisse, die deren Wirkung bestätigen, noch kann eine gewisse Wirkung komplett widerlegt werden. Meistens sind die Versprechen der Wundermittel aber zu gut um wahr zu sein.

 

Natürlich grössere Brüste durch Sport

Wenn es um die Straffung der Brust geht, ist es möglich, durch Sport und gezielte Übungen die Brust und das Dekolleté elastischer, praller und jünger wirken zu lassen. Die Möglichkeiten die eigene Brust ohne OP zu straffen, sind hier jedoch begrenzt – und genauso ist es auch bei der Brustvergrösserung.

Durch das Training des Brustmuskels, welcher unter dem Drüsengewebe liegt, kann das Gewebe angehoben werden, wodurch die Brüste optisch grösser wirken. Solchen Methoden sind jedoch Grenzen gesetzt und sobald Sie das Training unterbrechen, nimmt auch der entsprechende Effekt ab.

brustvergroesserung durch sport

 

Brustvergrösserung ohne Implantate?

Heutzutage gibt es verschiedene Möglichkeiten den Busen zu vergrössern, ohne dass ein Silikonimplantat eingesetzt wird. Einen grösseren Busen mit minimalem Eingriff versprechen Methoden wie z.B. «Macrolane». Dabei wird die Substanz, welche Hyaluronsäure enthält, in die Brüste gespritzt.

Vor einer solchen Operation raten wir jedoch aus gesundheitlichen und ästhetischen Gründen strengstens ab. Zum einen baut der Körper das Gel nach und nach ab, sodass wieder nachgespritzt werden muss. Zum andern passiert dies nicht immer gleichmässig, sodass in den Monaten nach dem Eingriff eine Brust grösser als die andere ausfallen kann.

Da es auch hierzu keine Langzeitstudien gibt, sind nicht alle Risiken vollumfänglich bekannt. Im schlimmsten Fall können sich durch das Einspritzen der Hyaluronsäure Zysten und Knötchen im Gewebe bilden, welche im Nachhinein operativ entfernt werden müssen.

 

Natürliche Vergrösserung durch Eigenfett

Anders sieht dies bei einer Vergrösserung der Brüste mit Eigenfett aus. Hier werden eigene Fett- und Stammzellen aus anderen, besser gepolsterten Körperregionen zur Vergrösserung der Brust verwendet. Die Fettzellen werden dabei getrennt und als Lösung vom behandelnden Arzt hinter den Brustmuskel gesetzt, was eine natürliche Form der neuen Brust begünstigt. Das Fett wächst innerhalb von ein paar Wochen fest und verbindet sich mit den Blutgefäßen.

Die Vorteile der Methode liegen auf der Hand: Es ist kein großer Eingriff nötig und es bleibt kein Fremdmaterial im Körper. Eine Fettabsaugung und eine Unterspritzung sind zwar auch nicht zu unterschätzen. Dennoch entstehen keine großen Narben rund um die Brust.

Bei skinmed empfehlen wir deswegen das so genannte Lipofilling gern denjenigen Patientinnen, die sich ein volleres, vollkommen natürlich wirkendes Dekolleté ohne den Einsatz von Fremdstoffen wünschen. Die Komplikationsrate ist sehr gering, da keine aufwendige Operation notwendig ist und es sich bei Eigenfett um körpereigenes Material handelt.

Dr. Sascha Dunst fasst die Vorteile der Brustvergrösserung mit Eigenfett zusammen:

In mehreren Schritten zum Traumdekolleté

Im ersten Beratungsgespräch sprechen wir mit unseren Patientinnen über ihre Wünsche, evaluieren die vorhandenen Eigenfett-„Reserven“ und können dann per 3-D-Simulation am Computer auch schon ein annähernd realistisches Bild des zu erwartenden Ergebnisses darstellen. Der Eingriff findet ambulant in örtlicher Betäubung oder leichtem Dämmerschlaf statt.

Im ersten Schritt entnehmen wir das Füll-Material für den neuen Traumbusen aus Depots an Bauch, Hüfte oder Oberschenkeln. Indem wir das Fett für die Brustvergrösserung aus überflüssigen Fettpolstern gewinnen, können wir gleichzeitig störende Problemzonen reduzieren und die Patientinnen doppelt glücklich machen.

Nachdem wir das abgesaugte Fett sorgfältig aufbereitet und durch den Entzug von Flüssigkeit verdichtet haben, injizieren wir das Transplantat über spezielle Kanülen in fest definierte, flächige Bereiche der Brust. Dabei ist es wichtig, dass Fett nicht in grösseren Portionen, sondern nach Möglichkeit Fettzelle für Fettzelle dreidimensional ins Brustgewebe einzubringen. Nur so können die implantierten Zellen an das Gefässsystem Anschluss finden und anwachsen.

Da das Verfahren in den letzten Jahren stark verfeinert wurde, heilen innerhalb von wenigen Wochen etwa 80 Prozent der Fettzellen ein und wir erreichen damit einen langfristig anhaltenden Vergrösserungseffekt. Die Methode ist übrigens auch hervorragend geeignet, um asymmetrisch geformte Brüste auszugleichen sowie bei kleineren Konturdefekten nach einer Brust erhaltenden Therapie.

 

Brustvergrösserung ohne “verräterische” Spuren

Mit Eigenfett können die Brüste in einer Sitzung um durchschnittlich eine halbe Körbchengrösse vergrössert werden. Soll mehr Volumen pro Seite erreicht werden, ist eine zweite, manchmal eine dritte „touch-up“-Behandlung zur Optimierung des Effektes notwendig. Frauen, die mit der Form ihrer Brüste unzufrieden sind oder sich einen Aufbau um mehrere Körbchengrössen wünschen, erzielen nach wie vor mit Silikon-Implantaten die besten Ergebnisse.

Nach der Brustvergrösserung mit Eigenfett sind Sie schnell wieder fit und müssen keine grösseren Einschränkungen oder Schmerzen befürchten. Nur Sport ist für die nächsten vier Wochen tabu. Und Druck auf die Brust sollte vermieden werden, weil dadurch die Durchblutung behindert und das Einheilen der Zellen gestört werden kann. Auch sonst verblasst die Erinnerung an den Eingriff sehr schnell: Es bleiben nur kleine, kaum sichtbare Narben an den Stellen, wo das Fett entnommen wurde, während die zwei Millimeter kleinen Einstiche an den Brüsten schon nach kurzer Zeit überhaupt nicht mehr zu erkennen sind.

Falls eine Brustvergrösserung mit Eigenfett für Sie in Frage kommt, beraten wir Sie gerne in einem ersten Gespräch.