Icon (Welt am Sonntag) vom 19.04.2020

Icon skinmed Kosmetik Artikel

 

Artikelauszug, ©Susanne Opalka, Icon

Wird es in Zukunft eine Pille oder Creme geben, die die Hautalterung verhindern? Die Experten sind skeptisch. Susanne Opalka hat sich umgehört.

Cremen? Jetzt erst recht. Unsere Haut ist die direkte Verbindung zur Aussenwelt und wichtiger Schutzwall für unser Innenleben. Sie federt ab, sendet und empfängt. Eine effektive, dabei sensible Membran – besiedelt von Milliarden Mikroorganismen, die im Idealfall, zusammen mit Fetten und Feuchtigkeit, unsere Schutzbarriere intakt hält. Seren, Masken, Toner sollen die Funktionen der Haut unterstützen. Und manchmal noch mehr: aufhalten, was doch unausweichlich ist – das Älterwerden, zumindest das sichtbare. Immer neue exotische Superwirkstoffe, immer spannendere Technologien für immer schnellere Ergebnisse – liegt darin die Zukunft der Hautpflege? Sicher, Hautpflege kann eine Menge ausrichten: Sie verhindert Austrocknung, schützt vor Kälte, Wind, UV- Strahlen und Umweltverschmutzung, kann die Auswirkungen von Schlafmangel, Stress und Ernährungsdefiziten abmildern. Sie verbessert das persönliche Wohlgefühl, lässt uns entspannter, frischer und strahlender wirken.

„Hautpflege ist etwas Präventives, es ist einfach utopisch, dass man mit Kosmetik in den Tiefen der DNS irgendetwas verändert, geschweige denn die Zeit zurückdreht“, sagt Dr. Felix J. Bertram, Gründer der skinmed Kliniken in Lenzburg und Aarau nahe Zürich. Der Mediziner hat mit „Viliv“ ebenfalls eine eigene Pflegeserie. „Wir lieben gleichwohl spannende Wirkstoffgeschichten hinter den Produkten. Das ist auch wichtig.“ Sein Lieblingsbeispiel: Apfelstammzellen. Natürlich sei es eine tolle Möglichkeit die Zellen sehr seltener Pflanzen wie des Uttwiler Spätlauber, einer langlebigen Wintersorte, zu erhalten, sie nachhaltig in großen Mengen im Labor zu produzieren. „Aber ob nun Apfel-stammzellen die Hautzellen wirklich knackig jung erhalten?“, fragt Bertram selbstkritisch. Und liegt damit im Trend.

Hier können Sie den ganzen Icon-Artikel mit Dr. Felix Bertram nachlesen (PDF).